19. Januar 2016

Grohe

Grohe stärkt den Standort Lahr

Mit einem zweistelligen Millionenbetrag fördert das Sanitärunternehmen Grohe seinen Produktionsstandort Lahr, teilt es am Donnerstag mit.

LAHR (BZ/dü). Mit einem zweistelligen Millionenbetrag fördert das Sanitärunternehmen Grohe seinen Produktionsstandort Lahr. Den genauen Betrag wollte Unternehmenssprecherin Ulrike Heuser-Greipl nicht nennen. Es handle sich um eine Summe im unteren zweistelligen Bereich. Neben der Investition in ein Blockheizkraftwerk wird der Großteil in die Weiterentwicklung der Galvanik gesteckt. Dabei stehen auf der einen Seite Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz, auf der anderen Seite die kurzfristige Festigung sowie der langfristige Ausbau des Werkes im Fokus, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens.

Neues Blockheizkraftwerk
Im Juni soll das neue Blockheizkraftwerk (BHKW) an den Start gehen. Diese Anlage dient der nachhaltigen Gewinnung von elektrischer Energie bei gleichzeitiger Nutzung der Abwärme für den Eigengebrauch. Dadurch ergeben sich deutliche CO2-Einsparungen von etwa 2550 Tonnen pro Jahr. Das BHKW soll zukünftig die Kunststoff- und die Messing-Galvanik beheizen, wodurch die Energiekosten sinken. Bei der Umsetzung des Projektes kann der Standort Lahr auf die positiven Erfahrungen im Grohe Werk Hemer aufbauen, das im Mai 2015 sein BHKW eingeweiht hatte. Die Sauerländer können schon jetzt mit hervorragenden Ergebnissen bei der Gewinnung von elektrischer Energie und Wärme aufwarten. Mit dem Bau des neuen BHKW in Lahr führt Grohe seine Nachhaltigkeitsstrategie zur Steigerung der Energieeffizienz an allen Standorten weltweit konsequent fort, heißt es in der Mitteilung.

Für Grohe habe Nachhaltigkeit oberste Priorität. Das Unternehmen entwickle seine eigene Wertschöpfungskette an den Prinzipien der Nachhaltigkeit konsequent weiter. Thomas Fuhr, Executive Director Operations der Grohe erklärt: „Nachhaltigkeit bestimmt den gesamten Produktlebenszyklus, von der Entwicklung über die Fertigung und Logistik bis zur Nutzung und Entsorgung. Deshalb ist es für uns wichtig, unsere Nachhaltigkeitsstrategie stetig zu überprüfen und anzupassen, damit wir mit Blick auf die Standortsicherung zukunftsorientiert arbeiten können.“ Grohes Vorreiterrolle für die Sanitärindustrie zeige sich auch in den Erfolgen des Unternehmens beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis.

Grohe zählte nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr zu den Top 3 in der Kategorie „Deutschlands nachhaltigste Großunternehmen“, im Jahr zuvor zu den Top 3 in der Kategorie „Ressourceneffizienz“. Dank der Investitionen in Lahr werde Grohe seine Nachhaltigkeit auch in Zukunft weiter steigern.

Neue Galvanik
Der zweite Investitionsschwerpunkt liegt auf der Weiterentwicklung der Galvanik. Die Oberflächeninnovationen befänden sich derzeit in der Testphase. Grohe spiele verschiedene Szenarien zur Vergrößerung seines Kompetenzfeldes durch. Auch in diesem Bereich lautet das Ziel, nachhaltige Lösungen zu finden sowie das bisherige Angebot zu erweitern, so die Mitteilung. Die Umsetzung des Projektes und der damit verbundene Ausbau des Werkes sind für das kommende Jahr geplant.

Quelle: Badische Zeitung